Institut für Schlaraffistik

Proklamation

eines Instituts für Schlaraffistik

des h.R. Gorlitia (427)

 

Das junge Schlaraffenreych beehrt sich, dem Uhuversum kund und zu wissen zu tun, dass mit der Reychssanktionierung am 8. im Ostermond a.U. 158 die offizielle Gründung des

Instituts für Schlaraffistik

vollzogen wurde.

Einstweilen Errichtung zweier Lehrstühle:

A) Lehrstuhl für Präschlaraffistik

Mit Erschütterung hatten die Sassen der Gorlitia zur Kenntnis nehmen müssen, dass die wissenschaftliche Erforschung der Wurzeln des Schlaraffentums, die zumindest bis in die Anfänge der griechischen Mythologie zurückreichen, bisher völlig brach lag. So wandte sich bereits die Colonie Gorlitia der Aufarbeitung dieses Missstandes zu. Erste Ergebnisse wurden der schlaraffischen Öffentlichkeit anlässlich unserer Reychssanktionierung vorgestellt.
Lehrstuhlinhaber und gleichzeitig Hochschulrektor ist

Herr Professor Dr. Dr. Hinnerk von Müller (Junker Peter, 427),

dessen hohe Qualifikation durch sein siebenbändiges epochales Werk „Glanz und Elend der Präschlaraffiden“ (einstweilen nur im Entwurf der Exposition vorliegend) über jeden Zweifel erhaben ist.

B) Lehrstuhl für Schlaraffologie

Forschungsgegenstand sind hier Phänomene des Schlaraffentums seit der Gründung.
Lehrstuhlinhaber und in Personalunion Leiter der Arbeitsgruppe „Schlaraffische Geschichte“ ist der hochverdiente

Herr Professor Dr. Dr. h.c. Gotthold E.F. Langenkamp-Utterstädt (Ritter Libriwurmius, 427).

Auch er hat durch den Vortrag erster Ergebnisse die schlaraffische Öffentlichkeit anlässlich unserer Reychssanktionierung höchlichst in Erstaunen und Begeisterung versetzt.

Die Arbeitsgruppen

  • „Schlaraffische Fundamentalien“

  • „Objektivierbare Parameter schlaraffischer Bedeutung: Schuhgröße, Bauchumfang, Kragenweite, Hirngewicht“ und

  • „Duftnoten der Selbstbeweihräucherung“

haben ihre Tätigkeit noch nicht aufgenommen, da sich die Auswahl der geeigneten Leitungspersönlichkeiten ausgesprochen delikat gestaltet, vor allem wegen der noblen Bescheidenheit der zahlreichen Bewerber. Auch hapert es noch an der Fertigstellung geeigneter Räumlichkeiten.

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Arbeitsweise

Außer dem Institutspersonal selbst werden die

Ritterarbeiten der Gorlitia schwerpunktmäßig ihren Beitrag leisten.

Fremdarbeiten im Umfang von maximal 10 Seiten zu den genannten Forschungsschwerpunkten sind willkommen; sie müssen sich allerdings vor Aufnahme in die Publikationsorgane einer strengen wissenschaftlichen Überprüfung unterwerfen und sind mit einer Schutzgebühr von 10 RM belegt.

Publikationen: Angedacht ist die Herausgabe einer Schriftenreihe in loser Folge unter dem Titel „Forum Schlaraffischer Wissenschaften (FSW)“ zusammen mit entsprechend qualifizierten seriösen Einrichtungen des Uhuversums. Allgemeinverständliche Kurzfassungen erscheinen in „Der Schlaraffia Zeyttungen“.

Gastprofessur: Um eine solche für die Dauer von zwei Jahrungen können sich Ritter schriftlich bis zum Ende jeder Winterung bewerben. (Gebühr 30 RM)

Forschungsstipendiaten: Es steht allen Reychen frei, für jeweils eine Winterung einen Forschungsjunker (hilfsweise auch Forschungsknappen) zu entsenden, für dessen Alimentation der Entsender fürsorglich einsteht. Gleichzeitige Unterbringung eines dicken bzw. zweier normaler bzw. dreier dürrer Stipendiaten stellt das Rech Gorlitia. Eine entsprechende bequeme Ausstattung des Burgverlieses ist in Arbeit. Bei bestimmungsgemäßer Inanspruchnahme des Raumes wird für Ausweichquartier Sorge getragen.

Studenten: Gegen eine bescheidene Studiengebühr von 30 RM (Sommerung 40 RM) können sich bis zu fünf auswärtige Studenten je Lehrstuhl für eine Winterung immatrikulieren lassen. Nach drei Semestern und bestandener Prüfung (Gebühr 30 RM) kann der Grad „Baccalaureus der Präschlaraffistik“ bzw. „Baccalaureus der Schlaraffologie“ erworben werden, wahlweise auch als „Diplompräschlaraffist“ bzw. „Diplomschlaraffologe“. Danach ist durch ein Studium von weiteren drei Semestern der Zugang zum Examen als „Master der Präschlaraffistik“ bzw. „Master der Schlaraffologie“ (Prüfungsgebühr 50 RM) offen; hier kann wahlweise auch der Titel „Magister praeschlarafficus“ bzw. „Magister Schlaraffologiae“ erworben werden.

Doktoranden: Auserlesene Geister, die ihr ernsthaftes wissenschaftliches Interesse ad oculos dargetan haben, können von den Lehrstuhlinhabern für die Dauer von maximal fünf Semestern als Doktoranden angenommen werden. Anleitung und Betreuung erfolgen durch jene persönlich (Gebühr 80 RM / Semester). Sie erwerben durch eine Dissertation, in der sie auf maximal fünf Seiten ihre Fähigkeit zur luziden und konzentrierten Abhandlung eines wissenschaftlichen Problems erwiesen haben, und durch eine reychsöffentliche Disputation nach gleichen Kriterien (keine Prüfungsgebühr) den Titel „Doctor Schlaraffiae“, abgekürzt „Dr. schlar“.

Senatoren: Hochverdiente schlaraffische Größen können einmal je Winterung in feyerlichem Akt durch Überreichung der Urkunde als "Senator der Präschlaraffistik" geehrt werden (Zuwendung an die Forschungseinrichtung in Höhe nicht unter 100 RM ist Voraussetzung). Auch lebende Heroen der Kunst und Wissenschaft außerhalb der Schlaraffia, - falls es sie gibt - , können dieser Ehrung teilhaftig werden.

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Prüfungen: sind uhuversumsöffentlich. Sie können wiederholt wiederholt werden.

Schriftverkehr: Aller Schriftverkehr wird über das Kantzlerambt der Gorlitia geführt. Der K ist auch Institutskantzler. Er fertigt sämtliche Urkunden aus und führt das Institutssiegel.

Anschrift des Kantzlerambtes:
Rt Ulenreych, profan: Ulrich Knebel
An der Harthe 1, OT Kottmarsdorf
D - 02708 Kottmar
Tel. 0178 8380994 HB: 035875 61288 Fax: 61289
(aus dem Ausland +49 178 8380994 und +49 35875 61288)

Finanzen: Aller Mammon-Verkehr ist über den Reychsschatzmeister der Gorlitia abzuwickeln, der in Personalunion Institutsschatzmeister ist.

Gorlitia e.V. Volksbank Dresden-Bautzen eG
IBAN: DE53 8509 0000 5443 1310 02
BIC: GENODEF1DRS

Anschrift:

Institut für Schlaraffistik
im Atelier Kremser
Hartmannstraße 4
D - 02826 Görlitz

Im selben, weitläufigen Gebäudekomplex findet sich das

Generalkonsulat der Republik San Marco
(Consolato Generale della Serenissima Repubblica di San Marco)
sowie die Citadelle, die Burg der Gorlitia.

Gegeben zu Görlitz am 30. im Ostermond a.U.158

Logolahmus, OK Ulenreych, K

 

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